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"Deponietechnik 2010" im Rahmen der 7. Hamburger Abfallwirtschaftstage vom 1. bis 2. Februar 2010



Das Thema Deponien ist auch heute noch hoch aktuell.
Die Betriebsdeponien und die geschlossenen Anlagen sind trotz aller neuen Konzepte (Abfall als Rohstoff und Energieträger) immer noch vorhanden und werden es auch auf Dauer bleiben. Ausgenommen sind die Deponien, die in Zukunft einmal rückgebaut werden. Hier findet z. Zt. eine intensive Diskussion statt, in wie weit sich der Rückbau über die Erlöse aus dem Verkauf der erfassten Abfallstoffe und/oder des wieder zu nutzenden Grundstücks sowie über die reduzierten Nachsorgekosten finanzieren lässt.
Auch wenn wir eine Abfallwirtschaft ohne Deponien anstreben, fallen weiterhin nicht verwertbare überwiegend nicht organische Reststoffe an, die in vielen Fällen noch deponiert werden müssen. Ich denke da an Sonderabfälle, MVA Aschen, verunreinigte Böden, Reststoffe aus Recyclinganlagen aber auch an MBA Behandlungsrückstände etc. Welchen Deponiebedarf haben wir für derartige Reststoffe in der Zukunft?

Deponiestilllegung, Nachsorge sowie Entlassung aus der Nachsorge sind die wesentlichen Themen, wenn es um Deponien geht, die nicht mehr betrieben werden. Hierzu gibt die neue Deponievereinfachungsverordnung Vorgaben. Wie kann man die Nachsorgephase verkürzen und unter welchen Bedingungen kann eine Deponie aus der Nachsorge entlassen werden? In wie weit kann die Infiltration und/oder in-situ Belüftung hier einen wesentlichen Beitrag leisten?

Eine wichtige Frage, wenn es um Deponien geht ist auch der Klimaschutz. In welchem Umfang können austretende Restgase im Deponieoberflächenbereich oxidiert werden und wie kann das verlässlich gemessen werden? Deponiegase leisten einen signifikanten Beitrag zum Klimawandel. Da liegt es doch nahe, im Ausland, wo aus vielen Deponien ungehindert Deponiegase in die Atmosphäre austreten, mit Hilfe des CO2-Zertifikathandels eine Finanzierung von Deponiegaserfassungs – und –nutzungsanlagen zu erreichen. Wie erfolgreich sind derartige Klimaprojekte und welcher Aufwand muss getrieben werden?

Viele geschlossene Deponien werden nicht wirtschaftlich genutzt. Hier stellt sich die Frage nach einer umweltverträglichen und gefahrlosen Folgenutzung. Einige Beispiele existieren, wie etwa Windräder oder Photovoltaikanlagen, es werden aber auch abfalltechnische oder andere gewerbliche Anlagen auf Deponien betrieben. Wie haben sich derartige Anlagen bewährt und welche anderen realistischen Optionen sind denkbar?

Diese und weitere Themen werden auf der "Deponietechnik 20210 im Rahmen der 7. Hamburger Abfallwirtschaftstage auf der Basis von Vorträgen ausgewählter Fachleute diskutiert.

Wissenschaftliche Leitung
Prof. R. Stegmann, TU Hamburg-Harburg; Prof. G. Rettenberger, FH Trier; Prof. W. Bidlingmaier, Bauhaus Universität Weimar; Prof. B. Bilitewski, TU Dresden; Prof. K. Fricke, TU Braunschweig; Dr.-Ing. K.-U. Heyer, IFAS Hamburg

Veranstaltungsort
Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1, 20457 Hamburg

Veranstalter
TUHH, Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft
IFAS-Ingenieurbüro für Abfallwirtschaft
Prof. R. Stegmann und Partner
International Waste Working Group, IWWG

Organisation
TuTech Innovation GmbH, Gerlinde Loebkens, Abt. MKW
Telefon: 040 76629-6551
E-Mail: loebkens@tutech.de

Infos & Anmeldung
im TuTech-Web www.tutech.de/deponietechnik

News vom 17.12.2009 - tsn



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