Traceless ist erfolgreich beim EIC Accelerator

Dr. Anne Lamp ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie das Transfer-Ökosystem bei Tutech und Hamburg Innovation erfolgreich durchlaufen werden kann, denn Ihre Unternehmensgründung wurde mithilfe von “Calls for Transfer“ und “Startup Port” (ehemals beyourpilot) aufgebaut und erhielt jetzt mithilfe des EEN EU-Fördermittel in erheblichem Umfang.

Traceless ist erfolgreich beim EIC Accelerator

Mit Unterstützung durch das EU Office und das Enterprise Europe Network (EEN) konnte das Startup EU-Fördermittel in Höhe von 2,42 Mio. Euro einwerben.

Ein Anruf bei Tutech im Juli 2018 war der Anfang, die wissenschaftliche TUHH-Mitarbeiterin Anne Lamp hatte Fragen an das EU Office bei Tutech. Das EU Office ist an der TUHH bekannt für seine Beratungsdienstleistungen und für die intensive Begleitung bei der Antragsstellung für Fördermittel. Aber Förderprogramm ist nicht gleich Förderprogramm und oft stellt sich heraus, dass andere Fördertöpfe geeigneter und lohnender sind. Um so wichtiger ist eine kompetente und umsichtige Beratung.

Anrufe mit Fragen zu Förderprogrammen werden bei Tutech nicht selten zu Dr. Margarete Remmert-Rieper durchgestellt, denn sie ist neben Monica Schofield Hauptansprechpartnerin im EU Office für EU-Förderanträge. Der Weg von der wissenschaftlichen Erkenntnis bis zum industriellen Produkt kennt viele Herausforderungen und so dauerte es noch bis Sommer 2020 bis ein weiteres Gespräch den Weg zum EIC Accelerator ebnete. Ursprünglich sollte es ein Antrag im Rahmen der Förderlinie „Biobased Industries“ der europäischen Forschungsförderung werden, denn Ziel war ein Kooperationsprojekt, um die wissenschaftliche Arbeit von Anne Lamp für große, industrietaugliche Mengen weiterzuentwickeln.

Dr. Anne Lamp

Zum Beratungsverständnis von Tutech gehört, die Ziele und den Bedarf der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler genau zu erfassen, damit die Antragsberatung auch zu einer erfolgreichen Forschungsmitteleinwerbung führt. Dies gelingt durch sorgfältiges Nachfragen und weil die Interessen und politischen Schwerpunkte der Fördermittelgeber gut bekannt sind und mit diesem Wissen die Passgenauigkeit der Forschungsanträge wesentlich verbessert wird.

Im Gespräch mit Anne Lamp stellte sich dann auch heraus, dass sie mit ihrer Technologie eine Ausgründung plante. Mit den Fördermitteln wollte sie die nächsten Skalierungsschritte finanzieren. Für dieses Ziel war die ursprünglich ausgewählte Ausschreibung zwar nicht ungeeignet, doch mit ihrer Kenntnis der europäischen Forschungsförderung für Wissenschaft und für Unternehmen konnte Margarete Remmert-Rieper sofort eine lukrativere Ausschreibung vorschlagen, den EIC Accelerator.

Es mag für Außenstehende manchmal schwer nachvollziehbar sein, warum Tutech im Zusammenhang mit so vielen unterschiedlichen Programmen und Projekten aktiv ist, hinzu kommen noch die Angebote und Projekte der Schwestergesellschaft Hamburg Innovation. Doch für unseren gemeinsamen Auftrag ‚Innovation‘ und für den Erfolg unserer Geschäftspartner stellt es sich immer wieder als vorteilhaft heraus, dass durch diese Bündelung und Vernetzung stets die passenden Wege zum Erfolg gefunden werden können. Für Anne Lamp war es ein Glücksfall, dass Tutech Partner im Enterprise Europe Network (EEN) ist und somit auch die Unterstützung von Unternehmen und Startups zu den Aufgaben von Margarete Remmert-Rieper gehört. Das inzwischen mithilfe von „Calls for Transfer“ gegründete Startup traceless von Anne Lamp und der Ko-Gründerin Johanna Baare erhielt somit ein erstes Beratungsgespräch zum EIC Accelerator und die Gründerinnen begannen sofort mit der Vorbereitung der Antragstellung.

In Zusammenarbeit mit Sibyl Scharrer, Enterprise Europe Network-Kollegin bei der IFB Hamburg, begleitete Margarete Remmert-Rieper die Antragerstellung und führte mehrfach Beratungsgespräche als Sparring-Partnerin und sie bearbeitete Reviews des Antrags in den unterschiedlichen Stufen der Fertigstellung. Ihr Erfahrungsschatz und ihr Einsatz trug mit dazu bei, dass der Kern des Gründungsvorhabens ökonomisch und ökologisch glaubhaft und überzeugend herausgearbeitet wurde, so dass der Antrag die Evaluatoren der ersten EIC Accelerator-Runde unter Horizon Europe sofort überzeugte. Das Tempo war sportlich und die neue Ausschreibung ließ mit der Veröffentlichung lange auf sich warten. Ein völlig neues Tool der EU mit künstlicher Intelligenz, das für die Einreichung genutzt werden musste, war nicht freigeschaltet und die Ausschreibungsinformationen entsprechend dürftig. Für alle Beteiligten eine große Herausforderung, doch aufgrund ihrer guten Kenntnis der europäischen EU-Förderung und der Erfahrung über mehrere Förderprogramme hinweg gelang es Margarete Remmert-Rieper und Sibyl Scharrer gemeinsam mit traceless den richtigen Weg durch die neuen Anforderungen zu finden.

Anfang April 2021 war die erste Einreichung für den EIC Accelerator möglich, im Mai 2021 kam die Einladung zum Vollantrag und nur vier Wochen später, am 16. Juni 2021 war dann schon der erste Stichtag für die Einreichung der Vollanträge. Dank der Zielstrebigkeit des Teams gelang es traceless, ohne Wiederholungsschleifen von der ersten Stufe über den Vollantrag und im abschließenden Interview zu überzeugen.

Ein beachtlicher Erfolg, der sich einreiht in eine lange Liste von Startups, die mit Bezug zu Tutech in den Vorläuferprogrammen des EIC Accelerators erfolgreich waren.

Weiterführende Informationen zum EIC Accelerator

Der EIC Accelerator bietet Unterstützung für Unternehmen mit bahnbrechenden, hochrisikoreichen Innovationen und großem internationalen Marktpotential sowie europäischen und globalen Ambitionen. Startups und KMU können mit dem Accelerator konkrete Innovationen zur Marktreife und darüber hinaus entwickeln. Das Instrument bietet dafür neben Zuschüssen auch Beteiligungskapital.

Gewinner des EIC Accelerator mit Bezug zu Tutech

Traceless, Hamburg (s.o.)
Erster EIC Accelerator Gewinner unter Horizon Europe.

Nüwiel
EIC Accelerator Pilot im Vorläuferprogramm Horizon 2020.

Lokale Besonderheit: Von 2014 bis etwa 2019 gab es eine Einstiegsförderung (KMU-Instrument Phase 1), das folgende Unternehmen in der Harburger Schloßstraße gewonnen haben:

  • MB+Partner (2014)
  • Pydro (2017)
  • Recalm (2018)
  • Nüwiel (2019)
  • Breeze (2019)

Wir helfen kleinen und mittelständischen Unternehmen neue Wege zu gehen.

Als Hamburger Partner im EU-geförderten „Enterprise Europe Network“ (EEN) bietet Tutech Zugang zum weltweit größten Servicenetz für grenzüberschreitende Wirtschaftsförderung. Kleine und mittelständische Unternehmen und deren Partner erhalten durch das EEN-Team bei Tutech und unsere 3000 Netzwerkkollegen in über 60 Ländern kostenfrei individuelle Unterstützung beim Aufbau internationaler Geschäfts- und Forschungskooperationen sowie Beratung zu Innovation und Internationalisierung.

Dr. Margarete Remmert-Rieper